Lexikon

Bewertungsportale

Bewertungsportale im Internet sind Plattformen, auf denen Verbraucher ihre Erfahrungen mit Dienstleistungen oder Produkten kundtun können. Es geht also nicht um objektive Untersuchungen, sondern mitunter sehr subjektiv gefärbte Erfahrungsberichte. Je nach Thema stehen verschiedene Kategorien zur Verfügung, sodass die Bewertungen recht vergleichbar sind. Untersuchungen zeigen, dass immer mehr Verbraucher vor einer Entscheidung (z.B. Kauf eines Produktes oder Wahl eines Arztes) solche Bewertungsportale nutzen, um ihre Entscheidung abzusichern. Insofern können negative Bewertungen unmittelbar negative Folgen haben und den Ruf schädigen.

Blog

Der Begriff Blog ist die sehr gebräuchliche und vollends im Sprachgebrauch angekommene Abkürzung für Web Log, also eine Art elektronisches (digitales) Tagebuch für das Internet. Im Gegensatz zu einer Homepage wird ein Blog ständig aktualisiert und mit neuen Inhalten und Geschichten bzw. Berichten gefüllt, die über RSS-Technologie abonniert werden können. Blogs sind häufig untereinander vernetzt. 

Corporate Social Responsibility (CSR)

Corporate Social Responsibility bzw. kurz CSR bezeichnet die soziale Verantwortung von Unternehmen als Teil der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit. Obwohl der Begriff international verwendet wird, ist eine einheitliche Definition nicht zu finden. In jedem Falle hat die CSR das Ziel, eine imagefördernde Wirkung zu erzielen. 

Costumer Relation Management (CRM)

Unter Customer Relation Management versteht man einen strategischen Ansatz der ganzheitlichen Planung, um alle interaktiven Prozesse mit Kunden zu steuern und durchzuführen.  Hierbei bezieht sich CRM auf das gesamte Unternehmen sowie den gesamten Kundenlebenszyklus. Um eine möglichst hohe Kundenorientierung und -bindung zu erreichen, darf CRM niemals isoliert, sondern vielmehr ein ganzheitlicher Faktor der Unternehmensphilosophie sein. 

Digital Branding

Beim Digital Branding werden interaktive Mittel eingesetzt, um eine möglichst starke Marke zu erzeugen, die einen direkten Einfluss auf die wahrgenommene Qualität und somit Umsatzerlöse hat. Die sogenannte User Experience (also das Nutzungserlebnis) spielt hierbei eine Schlüsselrolle. Digital Branding versucht, relevante Dimensionen dieser Erfahrungswerte hinsichtlich markenrelevanter Aspekt gezielt zu steuern bzw. medienwirksam zu inszenieren.

Finanzkommunikation

Finanzkommunikation ist als strategisches Handlungsfeld der Unternehmenskommunikation als Synonym für Investor Relations (IR) zu sehen. Gemeint ist also die Kontaktpflege von kapitalbasierten Gesellschaftsformen zu Aktionären respektive Investoren. Unterschiedliche Erwartungen und Wissenshorizonte machen es erforderlich, zielgruppenspezifisch zu kommunizieren, nicht zuletzt auch, um notwendiges Vertrauen zu schaffen.

Google Suggests

Hierunter versteht man die Auto-Vervollständigungsfunktion von Google, die aktiv wird, sobald eine Suchanfrage gestartet wird. Die Vorschläge von Google geben dabei sehr relevante und häufig gesuchte Begriffe wieder, sodass man sich schnell einen Überblick über Trends verschaffen kann.

Going Public

Der Begriff Going Public (oder auch Initial Public Offering) meint den erstmaligen Gang an die Börse von Unternehmen, die bis dato nicht börsennotiert waren. Das Going Public umfasst mehrere Phasen, wobei u.a. die Prüfung der Börsenreife eine Schlüsselrolle spielt.

Image

Im Bereich der Markt- und Werbepsychologie ist unter Image die Quintessenz aller Einstellungen zu verstehen, die Verbraucher sich aufgrund diverser Wahrnehmungsvorgänge zu einem Produkt, einem Unternehmen oder einer Dienstleistung gemacht haben. Dem Wortursprung nach machen sich Konsumenten also ein Bild von einer Person oder Organisation. Eine große wirtschaftliche Relevanz zeigt sich darin, dass ein gutes Image mit ökonomischem Erfolg korreliert.

IPO (= Initial Public Offering)

Hierbei handelt es sich um den sehr gebräuchlichen englischen Begriff für den Börsengang eines Unternehmens, d.h. die erstmalige Platzierung eines öffentlichen Angebotes.

IR / Investor Relations

Hierunter fallen alle kommunikativen und letztlich vertrauensbildenden Maßnahmen von Aktiengesellschaften, um das große Informationsbedürfnis von aktuellen oder auch potenziellen Aktionären zu befriedigen. Ein zentraler Bestandteil der Investor Relations ist die öffentlichkeitswirksame Dividendenpolitik (Ausschüttungen). Wertpapierprospekte sind eine möglicher Weg, um für Vertrauen zu werben.

Krise

In einer gesamtwirtschaftlichen oder unternehmensspezifischen Krise kommt der strategischen Krisenkommunikation eine Schlüsselrolle zu. Diese soll auf harte und weiche Faktoren gezielt Einfluss nehmen, wobei ein Früherkennungssystem im Sinne des Reputationsmanagements idealerweise dazu führt, eine existenzbedrohende Krise gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Markenbildung

Zur Markenbildung gehören alle Maßnahmen zur Ausgestaltung eines Leistungsangebotes von Unternehmen. Ziel ist es, das eigene Angebot aus der Masse des Wettbewerbs herauszuheben und somit eine eindeutige Zuordnung zur Marke ermöglichen zu können. Eine mögliche Differenzierung bei der Markenbildung kann über den Preis oder die Distributionskanäle erfolgen.

Monitoring

Unter das Konzept Monitoring fallen sämtliche Aktivitäten, um festzustellen, ob ein Vertragspartner seine Verpflichtungen erfüllt oder aber ob ein Unternehmen seine gesetzten Ziele erreicht. Im Sinne der Agency-Theorie handelt es sich somit um ein Management-Instrument, um Informationsasymmetrien zu verringern. Ganz generell geht es also um die Beobachtung und Überwachung von Vorgängen oder Prozessen im Kontext der Unternehmensführung.

PR / Public Relations

Für den Unternehmensbereich PR (Public Relations) ist im Deutschen auch der Begriff Öffentlichkeitsarbeit gebräuchlich. Gemeint ist in strategischer Hinsicht das Management aller Kommunikationsmaßnahmen von Organisationen mit allen relevanten Stakeholdern. Insofern kann die Öffentlichkeitsarbeit, sofern sie strategisch und ganzheitlich praktiziert wird, einen direkten Einfluss auf das Unternehmensimage ausüben.

Private Placement

Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Privatplatzierung von Vermögensgegenständen jenseits der Börse. Ansonsten zwingend vorgeschriebene Publizitätspflichten können bei diesem nicht öffentlichen Verkauf ausgeschlossen werden. Zur Durchführung sind ein Businessplan und ein Private Placement Memorandum nötig.

Ranking (Suchmaschinen)

Suchmaschinen, allen voran der Marktführer Google, möchten Usern eine größtmögliche Relevanz bieten. Dementsprechend werden die Inhalte bei Suchmaschinenanfragen gelistet. Seiten mit einem guten Ranking weisen bessere Besucherzahlen auf, zudem sind sie oft suchmaschinenoptimiert. Untersuchungen zeigen, dass erfolgreiche Internetseiten unter den Top 5 der Suchmaschinenergebnisse ranken müssen, da User oftmals nicht weiter nach unten schauen.

Ravioli-Prinzip von Christian Clawien

Das Raviolo-Prinzip von Chr. Clawien besagt im Kern, dass sich Unternehmen eine gewisse Medienkompetenz aneignen müssen, um die Chancen von sozialen Netzwerken gezielt zu nutzen. Hinter ‚Ravioli‘ verbergen sich die Begriffe Relevance, Awareness, Value, Information, Organisation, Listen und Interaction. Die ersten 3 Begriffe beziehen sich direkt auf ein Unternehmen mit seinen Produkten, wohingegen die folgenden Begriffe auf das kommunikative Verhalten in sozialen Netzwerken abzielen. Diesem Prinzip zufolge kann Interaktion erst dann erfolgreich stattfinden, wenn alle Begriffe mit Leben gefüllt werden.

Reporting

Der Begriff Reporting meint das betriebliche Berichtswesen, um Informationen über einen Betrieb und seine Umwelt zu erfassen, zu speichern und auszuwerten. Ziel ist es, zahlenbasierte Entscheidungen im Rahmen der Unternehmensführung zu treffen, so etwa in Bezug auf die Preisgestaltung, die Produktgestaltung oder die kommunikative Außendarstellung. Idealerweise ist ein solches Berichtssystem, das vor allem für das Controlling eine hohe Relevanz aufweist, auf die spezifischen Strukturen einer Unternehmung abgestimmt.

Reputation

Unter dem Begriff Reputation versteht man Meinungen und Einschätzungen Dritter, die ein Gesamtbild (Image) in Bezug auf eine Person oder ein Unternehmen ergeben. Reputation ist somit ein subjektives Konstrukt, das sich aus Interpretations- und Wahrnehmungsvorgängen ergibt. Vertrauen ist eine zentrale Komponente der Reputation, wodurch sich im wirtschaftlichen Bereich ein enger Zusammenhang zwischen Reputation und Erfolg zeigt. Eine gute Reputation wirkt sich direkt positiv auf die wahrgenommene Qualität aus.

Reputationsmanangement

Unter Reputationsmanagement versteht man die Gesamtheit sämtlicher Strategien und Maßnahmen, um Reputation von Personen, Unternehmen oder Institutionen zu pflegen. Insofern umfasst ganzheitliches Reputationsmanagement die Planung, den Aufbau, die Pflege und die Steuerung des Rufes einer Einzelperson oder einer Organisation gegenüber allen wichtigen Stakeholdern. Erfolgskritisch ist, dass ein geplantes Fremdbild (= SOLL-Image) mit einem zu messenden IST-Image übereinstimmt.

Shitstorm

Dieser im Deutschen vollends angekommene Anglizismus bezeichnet das Aufkommen von kontroversen Diskussionen in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter. In diesem Sinne handelt es sich um einen digitalen Sturm der Entrüstung, der zum Teil beleidigende Züge annehmen und einen verheerenden Effekt für die Reputation von Einzelpersonen oder Organisationen haben kann. Ausgangspunkt ist eine unglückliche Äußerung oder eine missglückte Marketingkampagne, die nicht konform mit einer mehrheitsfähigen Meinung ist.

Social Media

Soziale Medien bezeichnen moderne digitale Plattformen bzw. Technologien, die es Internetusern ermöglichen, sich untereinander (themenbezogen) auszutauschen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten Social Media im privaten und wirtschaftlichen Bereich gehören Facebook und der Kurznachrichtendienst Twitter.

Stakeholder

Hiermit sind alle internen und externen Anspruchsgruppen gemeint, die von der wirtschaftlichen Tätigkeit eines Unternehmens aktuell oder in Zukunft betroffen sind. Mit Blick auf eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung sollten die Interessen möglichst aller Stakeholder bei der Entscheidungsfindung eingebunden werden.

Streisand-Effekt

Hierunter wird ein Prozess beschrieben, der eigentlich versucht, die Verbreitung bestimmter Informationen unter Verschluss zu halten, doch genau das Gegenteil tritt ein. Hintergrund ist eine reale Klage von Barbra Streisand gegen einen Fotografen, der lediglich Erderosionen und nicht die Strandvilla von Frau Streisand dokumentieren wollte. Durch die Klage sorgte Barbra Streisand unwillkürlich für eine Verbreitung der Bilder.

Suchmaschinenoptimierung

Unter das Handlungsfeld der Suchmaschinenoptimierung (SEO) fallen alle Maßnahmen, um eine Webseite so mit speziell optimierten Inhalten zu füllen, dass sie von Suchmaschinen als relevant eingestuft und somit weit oben gelistet wird. Typische Maßnahmen bestehen darin, einzigartige und keywordoptimierte Texte zu erstellen.

Thomas-Theorem

Dieses Theorem orientiert sich am formulierten Grundsatz:  „If men define situations as real they are real in their consequences“. Das Theorem besagt in diesem Sinne, dass Menschen sich in situationsbezogenen Handlungen oder Verhaltensweisen mehr von einer eigenen Definition der Situation als von objektiven Tatbeständen beeinflussen lassen.

Twitter

Twitter ist eine beliebte Kommunikationsplattform, um mit Kurznachrichten von maximal 140 Zeichen News und Trends zu kommunizieren, dies vorzugsweise unter der Verwendung von Hashtags (#). Weltweit ist Twitter die am meisten genutzte Plattform für das sogenannte Microblogging.